Demonstrationsprojekt zur Überwachung Europäischer Seegrenzen
Das Schweizer Start- up Unternehmen DFRC wird Daten und Algorithmen für das ehrgeizige Demonstrationsprojekt PERSEUS zur Überwachung der EU- Seegrenzen zur Verfügung stellen
DFRC wird zur Arbeit der 29 Partnern aus zwölf Ländern in einem Projekt beitragen, das das Flaggschiff der Seesicherheit innerhalb des VII Rahmenprogramms der EU darstellt.
Das PERSEUS Projekt (Schutz der europäischen Grenzen und Meere durch den intelligenten Einsatz der Überwachung), koordiniert durch INDRA Sistermas S.A (E) mit 29 Partnern, einschliesslich der spanischen Guardia Civil, des französischen Innenministers, der griechischen Küstenwache und des Verteidungsministers, der portugiesischen Luftwaffe und des Unterwasserforschungszentrums der NATO, hat bereits begonnen. Sein Zweck ist es, den Schutz der europäischen Meere und Grenzen durch den intelligenten Einsatz von Technologien zu gewähren. Die Kosten dieses ehrgeizigen, auf vier Entwicklungsjahren angelegten Projektes, werden auf 43,7 Mio Euros geschätzt. Es ist eines der bedeutendsten Initiativen innerhalb des VII. EU- Forschungsrahmenprogramms der EG und wird das Flaggschiff von F&E im maritimen Sicherheitssegment sein. PERSEUS wird seine Zielvision durch zwei Demonstrationskampagnen unter realen Bedingungen im westlichen und östlichen Mittelmeer (Abwicklung in den Jahren 2013 respektive 2014) beweisen.
PERSEUS ruft nach einem einheitlichen europäischen System zur Kontrolle der Seegrenzen auf. Ziel des Projektes ist es, ein EU-Meeresüberwachungssystem aufzubauen und darzustellen, welches existierende nationale und gemeinschaftliche Installationen integriert und sie mit innovativen Technologien verbessern soll. Mittels zweier Grossdemonstrationen will PERSEUS die Durchführbarkeit des Projektes unter Beweis stellen und gleichzeitig den Massstab und Grundstein für die zukünftige Entwicklung von EU- Meeresüberwachungssysteme legen. Indra (multinationales Unternehmen der Informationstechnik) wird die Koordination des Konsortiums bestehend aus 29 Partnern aus zwölf Mitgliedsländern der EU, fast alle jener EU-Länder grenzen an das Mittelmeer und den Südwestatlantik, übernehmen.
Das neue Meeresüberwachungssystem soll die Wirksamkeit der gegenwärtigen Systeme durch die Schaffung eines kooperativen Umfeldes des maritimen Informationsaustausches zum Nutzen des Netzes ebenso wie der nationalen Koordinierungsstellen, Frontex (EU- Grenzschutzagentur) und der Europäischen Seeverkehrssicherheitsorganisation (EMSA) erhöhen. Dieses System der Systeme wird alle Daten, die die europäischen und nationalen Organisationen zur Verfügung stellen, nutzen. Die Daten - integriert und zur Gewinnung von Informationen ”besserer Qualität" verarbeitet - sollen so filtriert werden, dass zuverlässige und noch verwertbarere Informationen zu erhalten sind.
Das Projekt sieht ebenso die Zusammenarbeit mit aussereuropäischen Ländern und internationalen Organisationen wie u.a mit der NATO oder auch der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO), vor.

Die Lösung wird eine Beschreibung der Situation von Küstengebieten bis hin zur offenen See in Echtzeit liefern. Eine Verbesserung der automatisierten Erkennung und Klassifizierung von verdächtigen oder nicht-kooperativen Schiffen soll die Entscheidungsfindung erleichtern und die Reaktionszeit der Behörden verringern helfen. Ausserdem soll die Unterstützung und Koordinierung des Abfangens von Schiffen sowie Rettungsversuche auf See erleichtert und dabei die Effizienz verbessert werden.
Nonstop Avantgarde-Technologie
PERSEUS wird technologische Innovationen in Bezug auf Erkennung und Analyse angewandt zur maritimen Sicherheit, insbesondere zur Erkennung von niedrig fliegenden Objekten und kleinen Schiffen integrieren.
Mehrfach- Sensoren und Informationsquellen werden im System eingearbeitet sein. Es wird unaufhörlich an neue Technologien angepasst werden, so dass eingesetzte Lösungen auf nationaler Ebene -SIVE, SPATIONAV und andere - und auch europäische Initiativen der Frontex Agentur, Eurosur, DG Mare, etc. integriert werden können. Das System wird auch Technologien und Leistungsfähigkeiten in der Entwicklung von anderen Projekten der EU, einschliesslich von anderen Anwendungssegmenten wie der Raumfahrt, verwenden.
Teilnahme der Seesicherheitbehörden
Maritime Sicherheitsbehörden, wie die spanische Guardia Civil, das französische Innenministerium, die griechische Küstenwache und Marine sowie weitere Behörden aus Portugal, Italien, Irland, Finnland, Rumänien und Marokko, werden ebenso an dem Projekt beteiligt sein. Diese Organisationen werden an zwei Grossdemonstrationen bezüglich Einwanderungs- und illegaler Handelskontrolle teilnehmen.
Die erste Demonstration wird im Jahre 2013 innerhalb des westlichen Mittelmeeres vom Atlantik in Richtung Italien und Nordwest-Afrika stattfinden. Die zweite ist für 2014 geplant und wird in der Region der Ägäis und der Insel Samos, möglicherweise auch ausgedehnt bis zum Schwarzen Meer, durchgeführt werden.
Basierend auf den Ergebnissen wird PERSEUS die technischen Standards und Empfehlungen für das künftige europäische integrierte Grenzsicherungssystem als Orientierungspunkt festlegen. Ein breites Anwender-Publikum, das in unterschiedlichem Masse an dem Projekt beteiligt ist, wird das System hinsichtlich eigener Anfordungen bewerten und überprüfen.
Funktion der DFRC AG (Zug, Schweiz)
Das Schweizer Start-up Unternehmen aus Zug, DFRC AG, mit Kernkompetenz der Feststellung, Analyse und Verständnis neuer Informationen im Kontext ortsbezogener Daten, wurde ausgewählt das PERSEUS Projekt zu unterstützen.
DFRC AG wird mit seinem einzigartigen Algorithmus zur Darstellung von Lagebildern, basierend auf AIS Daten aus dem Weltraum, Tools und Algorithmen zur Erkennung anormalen Aktivitätsverhalten von Schiffen sowie mit seiner speziell entwickelten Informationsgewinnung aus öffentlich zugänglichen Quellen, einen wichtigen Beitrag zum Projekt leisten.
